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Auf dem Schmugglerweg den Gefahren der Kaffeeschmuggler auf der Spur! Ab Mestrenger Mühle.
Samstag, 14. März 2020
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Kontakt Detlef Püttmann

Am Samstag14. März begeben sich die Neugierigen vom Eifelverein, Ortsgruppe Erkelenz, um neun Uhr auf den Weg zum Wanderstartpunkt "Mestrenger Mühle" im Kalltal. Gemeinsam mit Wanderführer Detlef Püttmann möchten sie die Gefahren der Kaffeschmuggler der Nachkriegszeit nachempfinden. Treffpunkt ist an der Gewerbestraße Süd Nr. 22, Parkstreifen in der Sackgasse, Erkelenz. Der Umwelt und dem Portemonaie zur Liebe bilden die Teilnehmer Fahrgemeinschaften. Der Mitfahrerbeitrag zu den entstehenden Fahrtkosten von 8,-- Euro ist direkt an den Fahrer des Fahrzeuges zu bezahlen. Der Name dieses Wanderweges erinnert an die Zeit, als der Kaffeeschmuggel aus Belgien eine der wichtigsten Einnahmequellen der Schmidter war. "Diese zirka gut 16 km - Wanderung stellt Ansprüche an die Ausdauer. Aber wir gehen die Tour ruhig an. Die Zöllner sind uns nicht auf den Fersen! Noch nicht!" So Püttmann. Erst gehts einige Höhenmeter hinauf, um dann auf einer längeren Rundtour wieder am Startpunkt anzukommen.  Dauer der Wanderung auf dem alten Schmugglerweg ca. 6 Std. inklusive Pausen. Seinen Namen verdankt der Weg dem Kaffeeschmuggel aus Belgien, der nach dem 2. Weltkrieg das Überleben vieler Familien und den Aufbau ihrer zerstörten Häuser sicherte. Der Wiederaufbau der Pfarrkirche ging dagegen langsamer voran, was der Pfarrer in einer Predigt deutlich anmahnte. Ab da opferten die Schmidter regelmäßig Teile ihres Schmuggelgewinns für den Wiederaufbau der Kirche. Von den Schmidtern, um den Wiederaufbau zu verniedlichen, auch Nachkriegs-Renovierung genannt.  Die Schmidter gründeten derzeit einen "Wiederaufbauverein". Vom kanppen Einkommen zahlten sie damals 50 Pfennig pro Familie und Monat in eine Sammelkasse. Als dann doch noch Finanzierungsprobleme aufkamen, erhöhte jede Familie auf eine ganze Mark. Mancher hatte derzeit einen Stundenlohn, wenn er denn eine bezahlte Arbeit hatte, von 5 Pfennigen. Also war das ein fast weltbewegender Betrag. Wähernd der Wanderung erfolgt ein Picknick aus dem Rucksack. Nach der Wanderung kann während einer Einkehr die Wanderung nocheinmal, im Geiste, gemeinsam nacherlebt werden. Wandergäste sind immer herzlich willkommen. Kostenbeitrag nur 2,-- Euro. Bei einer der Pausen während der gemeinschaftlichen Wiederaufbauarbeiten, mit von den Frauen selbst gebackenem Bauernstuten und manches mal auch mit echtem Bohnenkaffe aus dem Schmugglergut, war der Kaffee schon mal sehr stark geraten. "Der ist ja so stark wie Mokka" sagte einer aus der Runde. Daraus wurde, bereits während dieser Kaffepause, der neue Kirchenname "St. Mocca".



Ort Gewerbestraße Süd Nr. 22, Parkstreifen in der Sackgasse, Erkelenz.
Lediglich die an der Zeit gemessenen Länge der Wanderung erfordert etwas Ausdauer.
WF= DP; FG; P; SE; MB = 8,00 €